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9. Spieltag2020/21

F.C. Hansa Rostock
2:0
Türkgücü München
Datum
Spielgegner
Ergebnis
06.11.2020
FC Ingolstadt 04 - SV Wehen Wiesbaden
4:1 (3:1)
07.11.2020
1. FC Magdeburg - FC Bayern München II
2:1 (0:0)
07.11.2020
FSV Zwickau - 1. FC Kaiserslautern
1:2 (0:0)
07.11.2020
1. FC Saarbrücken - Dynamo Dresden
2:1 (1:1)
07.11.2020
TSV 1860 München - Hallescher FC
6:1 (2:0)
08.11.2020
VfB Lübeck - KFC Uerdingen 05
1:0 (0:0)
09.11.2020
MSV Duisburg - Viktoria Köln
1:3 (1:1)
02.12.2020
F.C. Hansa Rostock - Türkgücü München
2:0 (2:0)
08.12.2020
SV Meppen - SV Waldhof Mannheim
-:- (-:-)
12.01.2021
SpVgg Unterhaching - SC Verl
-:- (-:-)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
1. FC Saarbrücken
13
7
4
2
24:14
+10
25
2
Dynamo Dresden
13
8
1
4
19:11
+8
25
3
Hansa Rostock
13
6
5
2
21:13
+8
23
4
FC Ingolstadt 04
13
7
2
4
18:15
+3
23
5
Hallescher FC
13
6
3
4
17:19
-2
21
6
TSV 1860 München
13
5
5
3
24:15
+9
20
7
SC Verl
11
6
2
3
21:12
+9
20
8
SV Wehen Wiesbaden
13
5
4
4
21:18
+3
19
9
Türkgücü München
12
4
6
2
20:18
+2
18
10
Viktoria Köln
13
5
3
5
17:21
-4
18
11
SV Waldhof Mannheim
11
3
6
2
21:17
+4
15
12
KFC Uerdingen 05
13
4
3
6
11:15
-4
15
13
VfB Lübeck
12
4
2
6
16:17
-1
14
14
1. FC Kaiserslautern
13
2
8
3
12:15
-3
14
15
SpVgg Unterhaching
12
4
1
7
11:18
-7
13
16
FSV Zwickau
12
3
3
6
12:15
-3
12
17
FC Bayern München II
12
3
3
6
16:21
-5
12
18
1. FC Magdeburg
13
3
3
7
12:20
-8
12
19
MSV Duisburg
13
2
4
7
12:24
-12
10
20
SV Meppen
10
3
0
7
11:18
-7
9

Zwei Standards ebnen den Weg: Hansa fährt auch gegen Türkgücü 2:0-Heimsieg ein

Zum Nachholspiel des 9. Spieltags empfing unsere Kogge am Mittwochabend den Aufsteiger Türkgücü München. In einer starken ersten Hälfte ging der FCH durch zwei Standards verdient in Führung, in Durchgang zwei verteidigte die Härtel-Elf diszipliniert und clever und fuhr so verdientermaßen den nächsten Heimsieg ein.

Im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen den FC Bayern München II nahm unser Chef-Trainer Jens Härtel zwei Veränderungen in der Startformation vor: Björn Rother begann für Oliver Daedlow im defensiven Mittelfeld, Litka startete an Stelle von Farrona Pulido auf der linken Außenbahn.

Hansa war von Beginn an hellwach und gut im Spiel, die erste Gelegenheit gehörte folglich unserer Kogge: Bahn leitete einen Ball auf der rechten Seite zu Vollmann weiter, Rother sprang in die Flanke und setzte den Ball rechts am Tor vorbei (3.). Im direkten Gegenzug hatte unser FCH Glück, dass ein Fehlpass von Kolke direkt in den Fuß von Sararer unbestraft blieb. Der Kapitän der Münchner wurde von Löhmannsröben im Strafraum abgegrätscht und forderte vergeblich einen Elfmeter (4.). Den gab es kurz darauf stattdessen auf der anderen Seite für unsere Kogge: Wieder ging es über rechts, Vollmanns Schuss auf das kurze Eck konnte Vollath erst noch abwehren, beim versuchten Nachschuss wurde Bahn dann von einem Münchner getroffen und ging zu Boden. Der Gefoulte übernahm die Verantwortung, verlud Torhüter Vollath und schob sicher ins linke Eck ein – die frühe Hansa-Führung (8.). Hansa hatte sich die Führung redlich verdient und war in der Anfangsphase der Partie die klar bessere Mannschaft. Nach dem ereignisreichen Auftakt passierte dann erstmal eine Weile lang wenig vor den Toren. Türkgücü erarbeitete sich etwas mehr Spielanteile, die FCH-Defensive stand aber bis dato sicher und ließ kaum etwas zu. Maurice Litka war es dann, der die nächste Gelegenheit hatte – und zwar eine richtig dicke: Litka wurde von Vollmann steil in den Strafraum geschickt und ließ im Strafraum einen Gegenspieler aussteigen, scheiterte dann aber an Vollath, der zur Ecke abwehrte. Die brachte dann das 2:0: Litka schlug die Ecke von rechts, Sonnenberg brachte den Ball mit dem Kopf auf das Tor – am Ende war es wohl ein Münchner, der den Ball ins eigene Tor bugsierte (28.). Mehr passierte nicht in Hälfte eins, Hansa zog sich nach dem 2:0 zurück, strahlte aber in Kontersituationen immer wieder etwas Gefahr aus. Den Gästen fiel dagegen im Offensivspiel gegen kompakt stehende Hanseaten kaum etwas ein, sodass es ohne echten Münchner Torschuss nach einer starken Halbzeit unserer Kogge in die Pause ging.

Die Gäste kamen mit zwei Wechseln und neuem Elan aus der Kabine. Die Münchner taten jetzt mehr für die Offensive, bissen sich aber weiter an der Defensivarbeit unserer Kogge die Zähne aus, mehr als ein paar Eckstöße sprangen bei den Angriffen der Roten nicht heraus. Insgesamt war die Partie im zweiten Durchgang deutlich zerfahrener. Viele intensive Zweikämpfe, Nickligkeiten und Unterbrechungen ließen nur wenig Spielfluss zu. Der erste Torschuss in Halbzeit zwei ließ bis zur 70. Minute auf sich warten und gehörte Türkgücü: Scherff verschätzte sich bei einem hohen Ball und setzte so Sararer in Szene. Der Kapitän der Münchner legte im Strafraum zurück auf den eingewechselten Tosun, doch dessen Flachschuss war zu unplatziert und stellte Kolke vor keine Probleme. Insgesamt zeichnete sich immer wieder dasselbe Bild im zweiten Spielabschnitt: Unsere Kogge überließ den Münchnern zu großen Teilen den Ball, war aber giftig in den Zweikämpfen und störte früh. Erik Engelhardt ließ in der 79. die Riesenchance zum 3:0 und zur endgültigen Entschuldigung liegen: Engelhardt fing einen zu kurzen Rückpass ab, Keeper Vollath war zu weit vom eigenen Tor entfernt, aber in letzter Sekunde wurde Engelhardts Schuss noch von einem Verteidiger abgefälscht - der Ball ging vom Außenpfosten ins Toraus. Dann war Schluss, unsere Kogge fuhr dank einer starken ersten Hälfte und einer disziplinierten Abwehrleistung im zweiten Spielabschnitt auch gegen Türkgücü München drei verdiente Punkte ein und springt so vorübergehend auf Tabellenplatz 3.

F.C. Hansa Rostock – Türkgücü München 2:0 (2:0)

Tore: Bahn (FE/8.), Sonnenberg (28.)

F.C. Hansa Rostock: Kolke – Neidhart, Riedel, Sonnenberg, Scherff – Rother (64. Daedlow), Bahn, Löhmannsröben – Vollmann (75. Farrona Pulido), Verhoek, Litka (60. Engelhardt)

Türkgücü München: Vollath – Park, Sorge, Berzel, Stangl (46. Tosun) – Gorzel (72. Holz), Erhardt, Sararer, Fischer – Bouziane (46. Barry), Sliskovic

Türkgücü München: Ein Duo mischt die Liga auf

Am Mittwoch trifft die Elf von Chef-Trainer Jens Härtel zum Nachholspiel des 9. Spieltags auf den Liganeuling Türkgücü München. Während die Münchner heiß darauf sind, ihre Serie von zuletzt sechs  Spielen ohne Niederlage in Folge fortzusetzen, will auch unsere Kogge nach dem Sieg gegen Bayern II direkt nachlegen, ihre starke Heimbilanz ausbauen und den Anschluss an die obersten Tabellenplätze herstellen.

Der Vereinsname Türkgücü München bedeutet übersetzt sinngemäß „Türkische Kraft München“ und ist darauf zurückzuführen, dass der Grundstein des Vereins im Jahr 1975 von türkischen Migranten gelegt wurde. Das Leitbild des Vereins ist seither unmissverständlich: Traditionen bewahren, Kulturen verbinden. Für Integration, gegen Diskriminierung.

Seit des Einstiegs von Investor Hasan Kivran im Jahr 2016 ging es sportlich zuletzt nur noch in eine Richtung: Nach oben. Dem Verein gelang in den vergangenen Jahren ein regelrechter Durchmarsch, die Münchner stiegen in drei aufeinander folgenden Spielzeiten auf: Nach dem Aufstieg in die Bayernliga im Jahr 2018 folgten ohne Umwege der Sprung in die Regionalliga Bayern und schließlich der Weg in die 3. Liga. Doch wer dachte, dass man sich bei Türkgücü damit zufrieden gibt, der irrt. Nicht kleckern, sondern klotzen - so scheint die Devise. Bis 2023 soll der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelingen, Geschäftsführer Kothny hofft sogar, dass man mit Türkgücü in spätestens zehn Jahren in die höchste deutsche Spielklasse aufsteigt. Mittelfristig möchte man zur unumstrittenen zweitstärksten Münchner Kraft hinter dem FC Bayern werden.

Auf dem Transfermarkt hat man sich im Sommer deshalb nicht lumpen lassen und neben satten 19 Neuzugängen auch einen neuen Trainer installiert. Alexander Schmidt, zuvor beim österreichischen Bundesligisten SKN. St. Pölten tätig gewesen, steht an der Seitenlinie und weilt mit seiner Mannschaft aktuell auf Tabellenplatz 8 - die Münchner haben allerdings noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand, mit denen sie in die obere Tabellenregion vordringen könnten.

Vor allem ihre offensive Power hat die Schmidt-Elf in der laufenden Saison schon unter Beweis stellen können, zwei ihrer Offensivakteure mischen die Liga regelrecht auf und sind aktuell kaum zu stoppen: Mit Petar Sliskovic und Sercan Sararer weiß man die beiden Top-Scorer der 3. Liga in den eigenen Reihen. Sliskovic führt mit zehn Treffern die Torschützenliste an, Sararer ist mit zehn Torassists mit weitem Abstand der beste Vorlagengeber der Liga. Zum Vergleich: Die Spieler mit den zweitmeisten Torvorlagen der Liga, zum Beispiel Ferati (Mannheim) und Shipnoski (Saarbrücken), haben mit fünf Assists gerade einmal halb so viele Vorlagen auf dem Konto wie der 31-jährige Sararer. Auch beim 2:2 am vergangenen Spieltag, im Derby bei 1860 München, schlugen die beiden wieder doppelt zu: Zwei Tore Sliskovic, zwei Vorlagen Sararer. Das Team von Trainer Schmidt zeigte Moral und holte zwei Rückstände auf. Insgesamt wirkt es so, als wenn sich die Mannschaft immer mehr zum Kollektiv zusammenfindet.

Fest steht also, dass mit Türkgücü eine schwierige Aufgabe auf die Härtel-Elf wartet. Das Team von Alexander Schmidt ist seit sechs Spielen in Serie ohne Niederlage und konnte dabei den Spitzenteams aus Ingolstadt, Saarbrücken und 1860 München jeweils einen Punkt abtrotzen. Hansa dagegen musste im heimischen Ostseestadion erst eine Niederlage hinnehmen und blieb gegen die beiden anderen Münchner Mannschaften, Bayern II und 1860 München, zuhause ungeschlagen – vielleicht ja ein gutes Omen für das Spiel am Mittwochabend.

  • PK vor dem 9. Spieltag
  • Interviews nach dem 9. Spieltag
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