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Fanartikel Hits 2014

Mohammed Lartey



Name: Lartey
Vorname: Mohammed
Geburtsdatum: 04.12.1986
Spielposition: Mittelfeld
Nationalität: deutsch, ghanaisch
Rückennummer: 7
Größe: 1,76m
Gewicht: 75 kg
Im Verein seit: 2010
bisherige
Vereine:
Rot Weiss Ahlen,
Holstein Kiel,
Bayer 04 Leverkusen,
Garather SV

„Mo“ – Der Publikumsliebling ist zurück


Als Hansa-Trainer Wolfgang Wolf zum Beginn der Saison 2012/2013 sein Team für die 3. Liga vorstellte, standen gegenüber dem Abstiegsjahr in Liga 2 zwölf neue Spieler auf dem Zettel der Journalisten. Aber eigentlich war das nicht so ganz richtig. Denn unter den zwölf „alten Profis“ im Wolf-Kader war ja mit Mohammed Lartey ein Fußballer, der zwar schon seit Sommer 2010 in Rostock kickt, aber mehr als ein halbes Jahr der Mannschaft fehlte. „Mo“ gehörte in jener Zeit nur dem „Team Reha“ an. Pünktlich zum Ende der Saison meldete sich der Patient kurz vor dem Sommer dann endlich schmerzfrei zurück.

Wie bei so manchem Spieler des FCH war auch Mohammeds Vertrag nach dem bitteren wie unnötigen Abstieg 2011/2012 nur noch Makulatur. Insofern freuten sich die Fans über diese Pressemitteilung des hanseatischen Fußballvereins: „Vertragsverlängerung: Mohammed Lartey bleibt Hanseat. Der Mittelfeldspieler Mohammed Lartey hat seinen Vertrag beim F.C. Hansa Rostock bis zum 30.06.2013 verlängert. Hansa Rostocks Nummer 7 erklärt: „Nach meiner langen Verletzungspause konnte ich in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit die Mannschaft leider nicht dabei unterstützen, den Klassenerhalt zu sichern. Ich will nun dabei helfen, dass wir in der kommenden Saison wieder erfolgreichen Fußball spielen und in die 2. Bundesliga zurückkehren.“

Mohammed Lartey ist seit dem Sommer 2010 an Bord der Kogge und gestaltete in seiner ersten Saison den sofortigen Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse mit zehn Treffern und 13 Torvorlagen entscheidend mit. Im Herbst vergangenen Jahres setzte den Deutsch-Ghanaer eine hartnäckige Schambeinverletzung für mehrere Monate außer Gefecht. "Wir sind froh, dass Mohammed sich dazu entschieden hat, bei uns zu bleiben. Ein gesunder Mo Lartey ist mit Sicherheit durch seine Dribbelstärke, seine Spielintelligenz und die gefährlichen Standardsituationen ein großer Gewinn für den F.C. Hansa", so Manager Stefan Beinlich.“
So weit, so gut. Es war damals eine der letzten Amtshandlungen des alten Managers. Die neue Saison wird hoffentlich zeigen, dass sie ein schönes „Abschiedsgeschenk“ von „Paule“ Beinlich war. Denn Mohammed hat tatsächlich große fußballerische Qualitäten.

In der Saisonvorbereitung auf das neue Spieljahr 2012/2013 hat übrigens gar nicht so viel gefehlt und Halbbruder Babacar M'Bengue (Fortuna Düsseldorf II), ein Junge mit senegalesischen Wurzeln, wäre auch noch als Profi in Rostock verpflichtet worden. Aber am Ende kam es dazu dann doch nicht.


Die Traurigkeit des Straßenfußballers ist verflogen


Wer die Gemütslage von „Mo“ vor Monaten und jetzt vergleicht, der stellt gravierende Veränderungen fest. Die Traurigkeit des „Straßenfußballers“ ist verflogen. Mohammed Lartey ist wieder locker, lustig, verspielt - wie einst. Lartey ist froh, wieder schmerzfrei auf dem Fußballplatz stehen zu können. "Solch eine Verletzung, wie ich sie hatte,  ist ja gewissermaßen das Schlimmste, was einem Fußballer passieren kann. Bei einem Kreuzbandriss weiß man genau, man muss sechs oder sieben Monate pausieren. Auch bei einem Bruch kann man die Zeit relativ genau bestimmen. Aber Leistenverletzungen lassen einfach viele Fragen offen: Vor allem, weil man nicht genau weiß, wie lange die Auszeit wirklich dauert. Fast in jedem Moment denkt man nur an diese blöde Verletzung. Bei mir waren es täglich sicher 20 von 24 Stunden", so Lartey, der große Unterstützung von seiner Familie bekam: "Sie hat mich wirklich immer auf Trab gebracht und auch versucht daheim in den schweren Tagen abzulenken. Zudem habe ich täglich vier Stunden in der Reha in Düsseldorf oder Rostock geschuftet." Doch diese wirkliche „Seuchenzeit“ ist vergangen, vergessen, vorbei.

In der vergangenen Abstiegssaison 2011/2012 feierte Mohammed Lartey am letzten Spieltag gegen die SpVgg Greuther Fürth (2:2) auf den Tag genau nach sechs Monaten Verletzungspause sein Comeback. "Ich bin froh, dass er wieder fit und in Rostock geblieben ist. Für mich ist er fast so etwas wie ein Neuzugang", ist inzwischen auch FCH-Trainer Wolfgang Wolf happy.


Trainer Wolfgang Wolf freute sich über verkappten Neuzugang
 
„Mo“ Lartey ist als „verkappter Neuzugang“ natürlich auch sofort wieder ein Thema in den Medien. So konnte man in der „NNN“ dies lesen: „Lartey will wieder durchstarten und an seine tolle Leistung aus der Aufstiegssaison 2010/11 anknüpfen, als er mit zehn Toren und 13 Vorlagen maßgeblich an der Rückkehr des FCH in die Zweitklassigkeit beteiligt war. "In der Saison habe ich 37 Spiele gemacht, nur einmal wegen einer Gelb-Sperre gefehlt", sagt der Mittelfeldmann. Dieses Niveau will er wieder erreichen: "Der Trainer hat mir genau erzählt, was er von mir erwartet. Ich soll mit meiner Erfahrung helfen und die Mannschaft führen. Das ist auch mein Anspruch."

In der "Ostsee-Zeitung" hieß es dann: „Erst meine Verletzung, dann der Abstieg – schlechter geht’s nicht. Das war ein richtiges Seuchenjahr“, meint der 25 Jahre alte Hansa-Profi, der mit den Negativerlebnissen abgeschlossen hat. "Ich habe mich für Hansa entschieden, weil ich genau weiß, was ich hier habe. Der Trainer steht hinter mir. Ich kenne das Stadion, einen Großteil der Mannschaft, die Fans sind überragend. Ich fühle mich hier einfach wohl“, begründet Lartey, der am liebsten hinter den Spitzen spielt. „Da kann man Tore besser vorlegen oder schießen.“ Bislang war Lartey für die Startelf gesetzt, jetzt muss er um seinen Platz kämpfen. Der Konkurrenzkampf bei Hansa ist so groß wie lange nicht. „Bei uns im Kader können alle kicken. Da muss man sich durchsetzen.“


Hansas „Strippenzieher“ im Mittelfeld: Familienmensch


Lartey gehört fraglos zu der Kategorie sensibler Spieler. Mohammed braucht das Vertrauen des Trainers und den Rückhalt der Familie. So sagt der „Single-Kicker“ auch: „Mit meiner Mutter oder mit meinen Geschwistern Nany Maimuna, Babacar M'Bengue und Ismael telefoniere ich mehrmals täglich oder hole sie auch oft zu mir nach Rostock.“ Sucht man also die Gründe, warum der Stern des Mohammed Lartey bisher so hell an der Ostsee leuchtet, dann findet man eine gute Erklärung auch in seiner engen Familienbande.

Mohammed „Momo“ Lartey besetzt seit 2010 übrigens auch ein neues Land auf dem Globus der hanseatischen Fußballwelt. Denn Lartey ist Deutsch-Ghanaer, hat beide Staatsbürgerschaften. Zwar gab es vor einigen Jahren schon mal einige Jugendspieler aus Ghana in Hansas Nachwuchsabteilung, aber Mohammed Lartey ist der erste Kicker aus dem Land der „Black Stars“, der für die Profis auf dem Platz steht.


"Mos" Karriere begann in Düsseldorf


Mohammed Lartey wurde am 4. Dezember 1986 in Düsseldorf geboren. Er begann offiziell mit dem Vereinsfußball in Düsseldorf beim Garather SV, bevor er schließlich nach Leverkusen kam und sich dort dem VfL Leverkusen anschloss. Schon mit 14 Jahren wechselte er zum Stadtnachbarn und Vorzeigeklub Bayer 04, wo er die höheren Jugendmannschaften durchlief und ab 2005 Stammspieler in der zweiten Mannschaft des ehemaligen deutschen Nationalspielers und Bundesliga-Torjägers Ulf Kirsten wurde. Nach zwei Jahren in der dritthöchsten Spielklasse stieg das Bayer-Team ab. In 82 Spielen brachte es Lartey hier auf stattliche 21 Treffer. Nach einem weiteren Jahr in Leverkusen wechselte er in den Norden zu den „Störchen“ von Holstein Kiel. Und wer lockte ihn dort hin? Richtig! Peter Vollmann, der im ersten Halbjahr von Larteys Kieler Zeit sein Mentor war.

Die Saison 2008/09: Sie sollte für Lartey, der auf den Außenpositionen sowie im zentralen Mittelfeld eingesetzt wird, den sportlichen Durchbruch bringen. Die Kieler wurden damals Meister unter Trainer Falko Götz. Mit fünf Toren in 31 Spielen trug Lartey dazu bei, den Aufstieg des Vereins in den Profifußball zu sichern. Für seine Leistung wurde der Offensivmann sogar als Fußballer des Jahres in Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Lartey ging anschließend eine Liga höher zum Zweitligisten Rot Weiß Ahlen. Dort stand er am ersten Spieltag bei seinem allerersten Profieinsatz über 90 Minuten auf dem Platz. Nach einem Fehlstart der Mannschaft und einem Trainerwechsel (von Wück auf Hock) kam er allerdings erst wieder in der Rückrunde regelmäßig zum Einsatz. Ahlen wurde nur 18. und musste - wie der F.C. Hansa - den schweren Gang in die 3. Liga antreten. In der jener Saison kam der Offensivmann auf 19 Einsätze in der 2. Liga und markierte dabei einen Treffer.


Lartey – unser Mann für „ruhende Bälle“


Mit „Mo“ sowie den Abwehrspielern Michael Wiemann und Sebastian Pelzer verpflichtete Hansa 2010 gleich ein Trio der Ahlener, die sofort zu Stammspielern avancierten. „Mein Ziel in Rostock ist es, mit einer erfolgreichen Mannschaft in dieser Saison oben mitzuspielen. Vielleicht gelingt uns sogar der Aufstieg“, gab Mohammed Lartey seine Ziele damals angriffslustig aus. Das Ergebnis kennen wir: Hansa hatte im 45. Jahr des Vereinsbestehens den sofortigen Wiederaufstieg geschafft.

Mohammed Lartey ist ein Offensivallrounder. Er ist sehr agil und hat große Stärken in 1:1-Situationen, was auch in seiner überragenden Schnelligkeit und Ballführung begründet liegt. Der damalige Manger Stefan Beinlich war sich schon seinerzeit sicher: „Ich denke, er wird unseren Stürmern die Tore auflegen.“ Er sollte Recht behalten. Auch sein einstiger Hansa-Trainer Peter Vollmann schätzte Larteys Vielseitigkeit: „Mohammed Lartey zeichnet seine Flexibilität aus. Er kann offensiv zentral, links oder rechts spielen. Damit sind wir für den Gegner schwer auszurechnen. Zudem hat er auch im Torabschluss eine gute Qualität.“

Ursprünglich hatte Mohammed Lartey nur für ein Fußballjahr an der Küste unterschrieben. Aber der Erfolg und das Umfeld an der Ostsee überzeugten den Mittelfeldspieler, schon damals, länger an der Küste zu bleiben. Eine Meldung, die auch Fans und Offizielle auf der „Kogge“ verzückten und Lartey zu einem der beliebtesten Akteure im Hansadress machten. Wenn er es nicht ohnehin schon war. „Wir haben bisher eine tolle Saison gespielt und ich hatte noch nie so viel Spaß am Fußball wie in Rostock. Ich fühle mich hier absolut wohl. Deshalb brauchte ich auch nicht lange zu überlegen, ob ich das Angebot von Hansa annehme“, so der Mittelfeldspieler damals.

Nach Ablauf der Fußballsaison 2010/2011 präzisierte Peter Vollmann, inzwischen Coach in Wehen,  sein Zeugnis über seinen damaligen Mittelfeldstar: „Mo hat meine Erwartungen erfüllt und teilweise übertroffen. Er besitzt eine überragende Technik und Schnelligkeit. Er ist offensiv, vernachlässigt aber nie die Abwehrarbeit!“ In Zahlen ausgedrückt, sah das so aus: Er spielte 37 Mal in der 3. Liga und fünf Mal im Landespokal. In dieser Zeit traf er zehn bzw. zwei Mal. Larteys Spezialität: „Ruhende Bälle…“

Durch die sechsmonatige Verletzungspause nimmt sich die Bilanz von Mohammed Lartey aus dem Fußballjahr 2011/2012 bescheiden aus: 15 Spiele, kein Tor. In seiner gesamten Vita hat er nun vor der Saison 2012/2013 insgesamt 34 Zweitligaspiele (1 Tor), 37 Drittliga-Spiele (10 Treffer) sowie 83 Spiele und 14 Tore in der Regionalliga Nord. Nun aber freuen wir uns auf einen gesunden Straßenfußballer, der für den FCH auf dem Rasen wieder zaubert und trifft und mit dem Team den eigenen Anspruch des Aufstiegs verwirklichen kann.





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